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09.12.2009

Bolognareform

Dr. Matthias Büger: Ziel der Bologna-Reform ist sinnvoll und notwendig – Probleme bei der Umsetzung und Kritik der Studenten ernst nehmen


Dr. Matthias Büger
„Das Ziel der Bologna-Reform, die internationale Vergleichbarkeit von Abschlüssen herzustellen und die Mobilität zu fördern, ist sinnvoll und notwendig. Der Prozess, der im Juni 1999 mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung der europäischen Bildungsminister eingeleitet wurde, muss auf jeden Fall fortgeführt werden. Es darf keine Stagnation oder Kehrwendung erfolgen“, so Dr. Matthias Büger, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

Der so genannte Bolognaprozess sei ein Systemwechsel, eine Jahrhundertreform, und diese Umstellung war und sei eine große Kraftanstrengung der Hochschulen. Diese hätten diesen Kraftakt großteils erfolgreich gemeistert. Bereits 70% der Studiengänge an den hessischen Hochschulen seien bereits auf Bachelor- und Master umgestellt worden. „Das Problem der Bologna-Reform ist daher nicht ihr Ziel, sondern die Umsetzung“, betonte Dr. Büger in seiner Rede.

Die Organisation des Studiums inklusive der Entwicklung und Einrichtung neuer Studiengänge sei Aufgabe der Hochschulen. „Dies wollten wir im Rahmen der Autonomie so und dies ist auch sinnvoll, weil niemand besser Studieninhalte festlegen kann als die Hochschulen selbst. Aber wir müssen die Kritik der Studierenden ernst nehmen. Es darf nicht sein, dass die Umsetzung der Bologna-Reform zu weniger Mobilität, zu weniger Erkenntnisgewinn und Wissenschaftlichkeit sowie zur Verschulung des Studiums führen“, erklärte Dr. Büger.

Weiter sagte er: „Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, dass sich alle Beteiligten - Professoren, Mitarbeiter und Studenten - zusammensetzen, um Probleme anzusprechen und gemeinsam Lösungswege zu finden. Es ist notwendig, dass die Studienstrukturen weiterentwickelt, Anerkennungsverfahren von Studien- und Prüfungsleistungen vereinfacht sowie generalisiert, Module überprüft und überarbeitet werden. Wir bekräftigen ausdrücklich unsere Dialogbereitschaft gegenüber den Hochschulen und werden diese bei der Reform weiterhin begleiten, aber wir lehnen es ab, Hochschulvertreter zu bevormunden.“


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